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Eine Pilgerreise Zu Mentaler Stärke

Was man auf dem Jakobsweg über Mindset lernen kann

Während der Osterfeiertage begab ich mich auf ein ganz besonderes Abenteuer: Ich bin mit meinen Eltern den Jakobsweg gewandert. Klingt nach einer interessanten Konstellation - und das war es auch. Aber meine Eltern waren die Grundlage für alles, was ich gelernt habe, und manchmal ist es gut, sich wieder in diese ursprüngliche Stimmung zu versetzen.

In den letzten Jahren habe ich Hunderte von Coachings bekommen und dachte immer, ich sei gut vorbereitet auf meine Reise. Aber ehrlich gesagt war ich überrascht, wie viel ich in diesen Tagen dazu gelernt habe – über mich selbst, über die Kraft des Mindsets und darüber, was wir erreichen können. Es gibt einige Parallelen zwischen dem Pilgern und dem Unternehmertum!



Als wir in Galicien landeten, war unser Ziel klar: 150 Kilometer in fünf Tagen laufen. Manch einer mag sich fragen: Warum tut man sich so etwas an? Für mich haben körperliche Herausforderungen immer für einen freien Kopf gesorgt, also sah ich es als gute Gelegenheit, mentale Stärke aufzubauen. Andere nehmen oft an, dass der Job eines Gründers/CEO nur Glamour und Ruhm bedeutet – viele Bühnen, viele Preise. Doch in Wirklichkeit muss man auch viel einstecken können und braucht eine Menge mentale Stärke, um erfolgreich zu sein.

Seine körperlichen Grenzen zu überschreiten kann ein guter Ausgleich dazu sein, da man so auch mental stärker wird. Auf diese Weise kann man sich selbst beweisen, dass man zu weit mehr fähig ist, als man je für möglich gehalten hätte. Andererseits finde ich es sehr interessant, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen. Seit Hunderten von Jahren machen sich Menschen auf den Weg nach Santiago de Compostela, um zu ihren Werte zu finden und ihren Glauben zu stärken. Ich war neugierig auf den Spirit, den Millionen von Menschen bis jetzt erlebt haben.


Hier sind einige der Dinge, die ich auf diesem Weg gelernt habe, und wie wir sie in unseren Alltag integrieren können:


1. Das Ziel vor Augen hilft dir auf holprigen Strecken.

Jeden Morgen wachten wir mit einer anderen Art von Schmerz oder schmerzenden Körperteilen auf – doch das Ziel für den Tag war gesetzt. Wir hatten keine Ahnung, wie der Weg aussehen würde oder was uns erwartete, aber niemand zweifelte daran, dass wir es schaffen würden. Man denkt nicht mehr darüber nach, warum/ob oder warum/ob nicht – es geht mehr um das "Wie". Die Reise kann voller unerwarteter Herausforderungen sein, und der Körper kann unterschiedlich auf die verschiedenen Umstände reagieren – man geht durch Höhen und Tiefen. Trotzdem hilft es sehr, ein Ziel vor Augen zu haben, um den Willen zu stärken, auch anzukommen – egal, ob man eine halbe Stunde oder drei Umdrehungen mehr dafür braucht. Was zählt, ist, dass man ankommt.

Auch Unternehmer haben auf ihrem Weg zum Erfolg oft mit Hindernissen und Rückschlägen zu kämpfen. Man muss jedoch eine klare Vorstellung von seinem Ziel haben und beharrlich darauf hinarbeiten, um es letztlich zu erreichen.



2. Du kannst viel mehr ertragen, als du denkst.

Während der gesamten Reise war ich von meinem Vater sehr beeindruckt. Er hat es geschafft, die gesamten 150 Kilometer zu laufen, obwohl er zwei Knieprothesen hat. Vor einigen Jahren war er nicht einmal in der Lage, ein paar hundert Meter zu laufen, und nun waren wir gemeinsam auf dieser Reise. Auch mein Körper reagierte sofort, zum Beispiel mit Fieber. Trotzdem wollten wir als Gruppe gemeinsam den Weg nach Santiago De Compostela schaffen – und wir haben es geschafft. In manchen Momenten war mir klar: Mein Geist muss hier mehr tun als mein Körper.

Etwas Neues zu beginnen, kann einen Sprung über den eigenen Schatten und sogar die Bereitschaft erfordern, Schwierigkeiten zu ertragen – aber man muss loslegen, wenn man seine Ziele erreichen will. Glaub an dich selbst und stell dich den Herausforderungen, um in allen Bereichen des Lebens Grosses zu erreichen!



3. Wir brauchen viel weniger, als wir glauben

Auf einer Pilgerreise reist man mit leichtem Gepäck, also mit möglichst wenig Sachen. Also entschied ich mich für nur einen Rucksack, den ich auf der ganzen Reise tragen musste. Lustigerweise habe ich trotzdem so viele Nachrichten über schöne Fotos und Outfits erhalten. Der Schlüssel? Organisation und gute Vorplanung. Nicht die Menge, sondern die Effizienz ist das Wichtigste!

Diese Regel gilt auch im Business: Du brauchst nicht 100 Leute in deinem Team oder 5.000 Assets, um etwas zu erreichen – du brauchst nur die richtigen.



4. Zusammen sind wir Stärker.

Ein weiterer interessanter Punkt: Zu Beginn unserer Reise waren wir nur zu dritt in der Gruppe. Während der Zeit unterwegs trafen wir jedoch immer wieder dieselben Leute. Mit der Zeit entwickelten wir sogar ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl, motivierten und ermutigten uns gegenseitig. Natürlich hat jeder jemanden von "aussen", der ihn täglich antreibt – danke dafür! Aber es war noch besser, diese Gruppendynamik zu erleben.

Der Erfolg hängt nicht immer von der Umgebung oder den Umständen ab (z. B. davon, ob man remote arbeitet oder nicht), sondern vielmehr von dem Gefühl, zusammen etwas zu schaffen, das den Einzelnen zu Höchstleistungen antreibt.



Das war auch einer der Gründe, warum ich mit meinen Eltern auf diese Reise ging. Sie waren in jeder Phase meines Lebens eng mit mir verbunden. Als Erwachsene, die selbst Mutter ist und ein Startup gegründet hat, kann es jedoch eine Herausforderung sein, diese enge Verbindung aufrechtzuerhalten und im Leben des anderen präsent zu bleiben. Deshalb nehmen wir uns viel Quality Time, vor allem, wenn neue Meilensteine anstehen. Ich erinnere mich, als ich beschloss, in Taiwan zu studieren: Meine Eltern buchten sofort Flüge, denn sie wollten sich die Chance nicht entgehen lassen, diese wichtige Station meines Lebensweges kennen zu lernen. Das haben wir einfach fortgesetzt.


5. Wenn man sein Ziel erreicht, schätzt man auch schwierige Zeiten – denn man hat sie überwunden.

Endlich, nach fünf langen Tagen, erreichten wir unser Ziel, Santiago de Compostella. Vor der Kathedrale sassen zahlreiche Pilger stundenlang und versuchten zu begreifen und zu verarbeiten, was sie in den vergangenen Tagen erreicht hatten.

Das ist etwas, was wir in unserem Alltag viel zu oft vernachlässigen: Meilensteine zu zelebrieren, unsere Leistungen anzuerkennen und uns selbst zu feiern. Stattdessen bewegen wir uns von einem Ziel zum nächsten und jagen ständig der nächsten Errungenschaft hinterher.

Diese Szene hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, jeden Schritt und jedes Ziel auf dem Weg zu würdigen und zu feiern. Wann hast du das zum letzten Mal getan?



Bist du bereit für eine Herausforderung?


Zum Schluss noch meine Empfehlung: Wenn du gerade über etwas nachdenkst, dann TU ES!

Diese Reise war für mich eine Zeit, in der ich meinen Kopf völlig frei bekommen habe.

Ein freier Kopf ist die Grundlage dafür, mit Leidenschaft bei der Sache zu sein. Er ist die Basis dafür, dass man das, was man tut, mit Begeisterung tut und voll dahinter steht.


Ganz gleich, ob du dich entscheidest, den Jakobsweg zu gehen oder eine andere Herausforderung anzunehmen: Es lohnt sich immer, die Extrameile zu gehen – vor allem, wenn du denkst, dass du eigentlich nicht mehr weitergehen kannst.


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